Gemeinde Kranzberg

Aktuelles

Ein Bericht vom Freisinger Tagblatt. Verfasser: Andreas Beschorner/Foto: © Beschorner

Biker-Park Kranzberg: Jetzt können die Jugendlichen große Sprünge machen   

Endlich ist es soweit: In Kranzberg wurde am Samstag ein Biker-Park eröffnet. Dabei haben die Jugendlichen selbst tatkräftig Hand angelegt.

Dorfacker – Weit und hoch, schnell oder eher noch vorsichtig, auf jeden Fall aber immer voller Begeisterung – das sind die zum größten Teil jungen Biker, die seit Samstag ein neues Eldorado haben: Der Biker-Park bei Dorfacker in der Gemeinde Kranzberg wurde offiziell eröffnet. Und er wurde gesegnet, auf dass den Kids bei ihren teils waghalsigen Sprüngen auch nichts passiere. Pfarrer Anton Erber sprengte das Weihwasser auf die Strecke, deren Benutzung der Regen bereits in eine schlammige Angelegenheit verwandelt hatte. Den Kindern und Jugendlichen – mit Helm und sonstiger Schutzbekleidung gut ausgestattet – war’s egal. Im Gegenteil: So richtig schön die feuchte Erde spritzen lassen, so richtig schön dreckig werden, so richtig schön das Bike mal rannehmen – der mutige Biker-Nachwuchs hatte am Samstag seine helle Freude an der kleinen Schlammschlacht auf zwei Rädern.

Bürgermeister Hermann Hammerl, der den weltlichen Teil der Eröffnungsfeier übernommen hatte, freute sich auch. Und nicht nur darüber, dass das Projekt die Gemeinde kein Geld gekostet habe, weil die Jugendlichen selbst, die Eltern und die Sponsoren die Realisierung der Einrichtung ermöglicht hätten. Die Weihe des Biker-Parks mache den zwar nicht anders, setze aber ein „positives Vorzeichen“ dafür, dass das Areal im Osten von Dorfacker gut angenommen werde und es keine Unfälle gebe. Denn „wenn man die Sprünge der Jugendlichen anschaut, ist das nicht ganz ungefährlich“, was allerdings auch vom Auge des Betrachters und wohl auch vom Alter der Betrachter abhänge. Auf jeden Fall handle es sich um ein Areal in der freien Landschaft, „auf dem die Jugendlichen Zeit sinnvoll gemeinsam verbringen können“, so Hammerl. So entstehe hier „Gemeinschaft, in der Gleichgesinnte einem extremen Radsport ungestört nachgehen können, Erfahrungen austauschen und ihre Freizeit verbringen“ könnten. Und: Dass die jungen Biker selbst tatkräftig Hand angelegt hätten, schade nicht, weil sie „mit einer Schaufel umgehen“ können.

Nachdem Mitte Mai über Manfred Aigner das Anliegen an die Gemeinde herangetragen worden sei, gab es nur noch das Problem, eine geeignete Fläche zu finden. Am 23. Juli hätten sich die Gemeinderäte auf dieses Areal festgelegt, danach sei das Gelände „innerhalb kürzester Zeit“ umgekrempelt worden, um es nach den Vorstellungen der Biker zu modellieren: „Ein Park nach ihren Vorstellungen“, lobte der Bürgermeister. Und ein Park, in dem man ohne viel Geld, aber mit viel Engagement und Eigeninitiative jetzt große Sprünge machen kann.  

zurück